Wirbel um "Altparteien"-Kritik von Schauspielerinnen
Nach der FDP-Politikerin und Europaabgeordneten Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat auch ihr Parteivorsitzender Wolfgang Kubicki auf die Aussagen der Schauspielerinnen Caroline Beil, Tina Ruland und Simone Thomalla reagiert. Sie hatten auf einer Emmy-Veranstaltung in Berlin scharfe Kritik an Politikern und sogenannten „Altparteien“ geübt.
Auf X schrieb Kubicki, er finde es „toll, wenn prominente Frauen von ihrem Recht Gebrauch machen, sich politisch zu äußern.“ Er teile die Analyse von, wonach „der Rückgang in der Zuschreibung von Problemlösungskompetenz aller etablierten Parteien maßgeblich zum Erfolg der AFD beigetragen hat“. Er lud sie deshalb zu einem Gespräch ein, „um gemeinsam Lehren aus der Zustandsbeschreibung zu ziehen“.
Zuvor hatte Marie-Agnes Strack-Zimmermann sich in einem Beitrag auf X an Beil, Ruland und Thomalla gewandt. „Dass Kai Wegner absolut keine Glanzleistung abgeliefert hat, darüber sind wir uns einig“, schrieb Strack-Zimmermann. Den Vorwurf, „an allem sind einzig und allein die Altparteien schuld“, wies sie jedoch zurück. „Das ist kein Klartext, das ist das Wörterbuch der AfD, präsentiert auf dem roten Teppich“, schrieb die FDP-Politikerin und lud die Schauspielerinnen zu einem Praktikum im Europäischen Parlament ein. „Sitzungen ab 8 Uhr, Aktenberge statt Scheinwerfer, Verhandlungen bis in die Nacht und am Ende Kompromisse, die Europa sicherer machen“, schrieb Strack-Zimmermann. Demokratie sei „kein Film, der nach 90 Minuten ein Happy End liefert. Sie ist harte Arbeit und das jeden Tag.“