Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Wehrdienst-Debatte: Schüler diskutieren mit Strack-Zimmermann

Kurz vor dem Wochenende herrscht aufgeregte Stimmung auf dem Pausenhof der Hebbelschule in Kiel. Sicherheitsdienst, Sanitäter und Polizei sind vor Ort - Schulleiter Karsten Jonas hat alle Hände voll zu tun. Rund 600 Schülerinnen und Schüler mehrerer Kieler Gymnasien sind gekommen, um mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann über die Zukunft des Wehrdienstes zu diskutieren. Die FDP-Politikerin ist in Brüssel Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung. Mit dabei waren auch Vertreter von der Christian-Albrechts-Universität, von der Bundeswehr sowie vom Norddeutschen Netzwerk Friedenspädagogik.

Vor dem Schulgelände versammelten sich unterdessen Anhänger verschiedener Initiativen, um gegen die Veranstaltung sowie gegen Wehrdienst im Allgemeinen zu protestieren. Vor Beginn der Veranstaltung dann noch einmal Aufregung: Ein Hinweis lag vor, dass ein Farbbeutel-Angriff auf die EU-Abgeordnete geplant sein könnte. Die Polizei stockte ihre Kräfte daraufhin nach eigenen Angaben „signifikant“ auf.

Zu einem Angriff kam es nicht - stattdessen wurde ab 11 Uhr hinter den verschlossenen Türen der Aula sachlich debattiert. Unter dem Titel „Die Wehrpflicht - zwischen individuellen Freiheitsrechten und Sicherheit“ sprachen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge elf und zwölf mit den Expertinnen und Experten auf der Bühne.

Strack-Zimmermann lobte anschließend den disziplinierten Austausch: Die Jugendlichen seien gut vorbereitet gewesen und hätten Bereitschaft gezeigt, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen, erklärte sie. Ob genügend Freiwillige zusammenkommen, werde sich aber erst in zwei bis drei Jahren zeigen. Falls nicht, müsste man dann vielleicht eine ganz andere Debatte führen, so die EU-Abgeordnete. Daher sei es umso wichtiger, bereits jetzt mit der jungen Generation ins Gespräch zu kommen.

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