VIDEO | Strack-Zimmermann zu Scheitern von deutsch-französischem Rüstungsprojekt: "Es ist kein Ruhmesblatt für Europa"
Screenshot aus der Sendung
Marie-Agnes Strack-Zimmermann spricht über das gescheiterte FCAS-Projekt. Sie nennt das Ende bedauerlich, hält die Entscheidung von Friedrich Merz und Emmanuel Macron aber für richtig. Das Projekt sei 2017 politisch aufgesetzt worden. Deutschland und Frankreich wollten ein gemeinsames Flugzeug bauen. Die Industrie habe es aber umsetzen müssen. Nach Strack-Zimmermanns Darstellung kamen Dassault in Frankreich und Airbus in Deutschland und Spanien nur begrenzt zusammen. Sie verweist auf deutsche Steuergelder und sagt, das Geld sei nicht verbrannt. Zugleich spricht sie von großen Unstimmigkeiten. Dassault habe die Führerschaft beansprucht, Airbus hätte nur noch zuliefern dürfen. Für Europa sei das kein Ruhmesblatt. Nationale und industrielle Interessen blieben ein großes Problem. Strack-Zimmermann fordert die Industrie auf, nationalen Egoismus zu beenden. Für die Eurofighter-Nachfolge nennt sie unbemannte Systeme, Drohnen, Cloud-Strukturen und künstliche Intelligenz. Airbus sei nach ihrem Wissen an einer Zusammenarbeit mit Großbritannien und Schweden interessiert. Die Internationale Luftfahrtausstellung in Berlin werde das Thema aufgreifen.