VIDEO | Strack-Zimmermann zu Deutschland und Europa bei den Verhandlungen in Nahost: "Sie spielen natürlich keine wirkliche Rolle"
Zur vereinbarten zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg äußert sich die Vorsitzende des Verteidigugnsausschusses im Europäischen Parlament Marie-Agnes Strack-Zimmermann eher vorsichtig. Sie macht deutlich, dass eine dauerhafte Beruhigung des Konflikts keineswegs sicher sei. Mit Blick auf mögliche Verhandlungen betont sie zudem, dass die Positionen der USA und des Iran weiterhin weit auseinanderlägen. Schon die Kommunikation sei schwierig, weil nicht einmal die öffentlich bekannten Forderungen in allen Sprachfassungen deckungsgleich seien. Im Kern gehe es aus Sicht der USA darum, den Iran verbindlich daran zu hindern, weiter Uran anzureichern. Ob der Iran dazu tatsächlich bereit sei, bleibe jedoch unklar.
Mit Blick auf Deutschland und Europa fällt ihre Einschätzung nüchtern aus. Zwar gebe es politische Ankündigungen, zur Sicherung der freien Schifffahrt in der Straße von Hormus beizutragen, tatsächlich spielten die Europäer militärisch aber nur eine begrenzte Rolle. Für einen wirklichen Eingriff wären deutlich mehr Mittel nötig, zu denen Europa derzeit nicht bereit sei. Deutschland sei zudem durch seine Aufgaben im Nordatlantik, in der Ostsee und vor allem mit Blick auf den Krieg in der Ukraine bereits stark gebunden. Auch das transatlantische Verhältnis sieht Strack-Zimmermann durch Donald Trump belastet, hält einen tatsächlichen NATO-Austritt der USA aber für eher unwahrscheinlich. Entscheidend sei nun, ob es gelingt, in den Beziehungen wieder etwas mehr Stabilität und Verlässlichkeit herzustellen.