VIDEO | Strack-Zimmermann beim phoenix europatalk zum Abkommen mit Iran
Screenshot aus der Sendung
Im Gespräch über den Iran-Konflikt und die Rolle Europas fordert Marie-Agnes Strack-Zimmermann eine deutlich aktivere europäische Außen- und Sicherheitspolitik.
Sie kritisiert, dass Europa durch das Vorgehen von US-Präsident Donald Trump erneut an den Rand gedrängt wurde und sich nicht länger auf die USA verlassen könne. Europa müsse lernen, eigenständiger zu handeln und seine Interessen selbst zu vertreten.
Zum Iran betont Strack-Zimmermann, dass das Mullah-Regime seit Jahrzehnten für Instabilität im Nahen Osten verantwortlich sei. Sie verweist auf die Unterstützung von Gruppen wie Hamas, Hisbollah und den Huthi-Milizen sowie auf schwere Menschenrechtsverletzungen im Iran. Ein zentrales Ziel müsse daher sein, eine iranische Atombombe dauerhaft zu verhindern.
Mit Blick auf die Straße von Hormus spricht sie sich für eine mögliche europäische Mission zur Sicherung der Schifffahrt aus. Allerdings müssten sich genügend EU-Staaten beteiligen, da einzelne Länder die nötigen Marinekapazitäten nicht allein bereitstellen könnten.
Ihr Fazit: Europa müsse sich außen- und sicherheitspolitisch „neu erfinden“. Angesichts wachsender globaler Krisen sei mehr europäische Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit notwendig, um die eigenen Werte und Sicherheitsinteressen zu schützen.