VIDEO | Strack-Zimmermann bei Markus Lanz: Fürchte Annäherung der FDP an AfD
Screenshot aus der Sendung
Die Wahl des FDP-Vorsitzes entwickelte sich am vergangenen Wochenende überraschend zu einer Kampfabstimmung zwischen Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Kubicki setzte sich zwar durch, doch das knappe Ergebnis von rund 59 zu 39 Prozent der Delegiertenstimmen machte die innerparteilichen Spannungen deutlich.
Strack-Zimmermann begründete ihre spontane Kandidatur damit, eine Annäherung der FDP an die AfD verhindern zu wollen. Zuvor hatte Kubicki mit Aussagen wie „Brandmauer? Kenne ich nicht“ bei Kritikern die Sorge geweckt, die Partei könne sich stärker nach rechts orientieren.
Am Dienstagabend erklärte die Vorsitzende der FDP-Delegation im EU-Parlament bei „Markus Lanz“, sie habe sich erst am Freitagmorgen vor der Wahl im Freundeskreis beraten und sich dann spontan für eine Kandidatur um den FDP-Vorsitz entschieden. „Das habe ich nicht gemacht, weil ich mal Lust auf Rambazamba hatte, sondern um klarzumachen, dass es in der FDP Menschen gibt, die beunruhigt sind über eine mögliche Ausrichtung (der FDP).“
Im Vorfeld hatte Strack-Zimmermann nur wenige Menschen ins Vertrauen gezogen und auch Wolfgang Kubicki nicht von ihrer geplanten Kandidatur in Kenntnis gesetzt. Das habe man auf dem Parteitag gesehen: „Während ich sprach, war Wolfgang Kubicki nicht wirklich amüsiert“, so Strack-Zimmermann. Kubicki sei davon ausgegangen, dass er in einem Rutsch gewählt werde. „Er war sichtlich überrascht.“