Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

VIDEO | Munitionskrise bei der Bundeswehr: Bisher "kaum etwas bestellt"

Screenshot aus der Sendung

Eine “Zeitenwende“ hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) im Februar angekündigt und ein Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Rund neun Monate später zeigt sich: Die Bundeswehr leidet noch immer unter einem massiven Mangel von Munition und Ausrüstung. 

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, hielt Wadephul dafür Ignoranz und frühere Versäumnisse in dem seit 2005 von der Union geführten Ministerium vor. „Herr Wadephul sollte es als CDU-Parlamentarier besser wissen. Im Jahre 2015, ein Jahr nach dem Überfall auf den Donbass, hat die Union 296 Millionen Euro für Munition im Haushalt veranschlagt. Heute stehen dafür 1,125 Milliarden Euro bereit.“ Waffendepots müssten erst wieder aufgebaut werden.

Im Gespräch mit BR24 erklärte Strack-Zimmermann zudem, das angesetzte Budget für Munition sei in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen. „2015, ein Jahr nach Annexion der Krim und dem ersten Überfall auf die Ost-Ukraine, hatte die damalige Bundesregierung 295 Millionen Euro angesetzt für Munition. Das ist ein Drama und viel zu wenig. Wir haben jetzt für dieses Haushaltsjahr 1,1 Milliarden angesetzt.“ Es sei aber nicht nur eine Geldfrage. Auch die Kapazität der Industrie spiele eine Rolle, und es müssten wieder Depots gebaut werden.