Strack-Zimmermann zu Trumps Truppenabzug: "Offensichtlich, um Merz den Mittelfinger zu zeigen"
Donald Trumps angekündigter Truppenabzug aus Deutschland und die Absage an die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen haben nicht nur hierzulande Aufsehen erregt. Weltweit wird über den Schritt diskutiert, signalisiert er doch ein Abrücken der US-Regierung vom transatlantischen Verteidigungsbündnis Nato und damit eine Abkehr von der globalen Sicherheitspolitik der vergangenen 70 Jahre. Die Reaktionen auf den Schritt fallen fast überall einheitlich aus: Es herrscht Unverständnis und Empörung, dass der US-Präsident anscheinend leichtfertig mit den Sicherheitsinteressen des Westens spielt.
So riet auch FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann dazu, die jüngsten Ankündigungen aus Washington nicht zu unterschätzen. Der Schritt sei schon allein „deswegen ernst zu nehmen, weil der Truppenabzug nicht militärisch-strategischer Natur zu sein scheint, sondern offensichtlich aus der Motivation des US-Präsidenten heraus geschieht, Bundeskanzler Merz – einfach ausgedrückt – den Mittelfinger zu zeigen“, sagte Strack-Zimmermann dem Magazin „Spiegel“. Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte die 74-Jährige nun umso mehr Besonnenheit.