Strack-Zimmermann will überraschende Kandidatur erst zwei Tage vor Parteitag beschlossen haben
Bild: Christopher Altenhof
Es war der große Überraschungsmoment beim Parteitag der FDP: Unmittelbar vor der Wahl des neuen Parteivorsitzenden am Samstag hatte Marie-Agnes Strack-Zimmermann ihre Kandidatur erklärt und damit den späteren Sieger Wolfgang Kubicki in eine unerwartete Kampfabstimmung gezwungen.
Seither befindet sich die Partei in Aufruhr. Kritiker unterstellen Strack-Zimmermann, ihre Attacke von langer Hand geplant zu haben. Nun hat sie sich selbst zu den Vorbereitungen hinter ihrer dramatischen Kandidatur geäußert.
Nach eigenen Angaben hatte sie diese erst zwei Tage vor der Abstimmung beschlossen, sagte Strack-Zimmermann in der n-tv-Sendung „Pinar Atalay“. Eigentlich habe sie gar nicht antreten wollen. Nach dem Rückzug von FDP-Landeschef Henning Höne, dessen Bewerbung sie unterstützt hatte, habe sie bei den Partei-Mitgliedern eine wachsende Enttäuschung darüber wahrgenommen, „dass sie keine Wahl haben“, so Strack-Zimmermann. „So gab ein Gedanke den anderen und dann habe ich mich entschieden.“