Strack-Zimmermann in Reutlingen: "Wir dürfen nicht so naiv sein zu glauben, dass Trump nicht auch Land in der EU angreift"
Über Jahrzehnte hinweg waren die USA ein enger, treuer Verbündeter Europas. Das ist Geschichte. „Man muss bei Trump immer beachten: Bei all seinen Worten hat er die USA und die Familie Trump als Hintergedanken.“ Dieser neuen Realität müssen sich Deutschland und Europa stellen, betont Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann. „Alles, was unvorstellbar schien, ist jetzt da. Wir dürfen nicht so naiv sein zu glauben, dass Trump nicht auch Land in der EU angreift. Da sind wir schnell bei Grönland.“
Strack-Zimmermann, sicherheits- und verteidigungspolitische Sprecherin der Europäischen Union, ist für ihre klaren Worte bekannt und hielt sich bei ihrem Besuch am Montag in Reutlingen nicht zurück. Auf Einladung des Wirtschaftsverbands „Die Familienunternehmer“ sprach die FDP-Politikerin und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament mit Moderator Rainer Knauer über die von US-Präsident Donald Trump initiierte Entmachtung des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro. Dessen Regime hat auch die Europäische Union nie anerkannt, aber: „Trump geht es nicht darum, auf der Welt einen Diktator weniger zu haben. Ihm geht es allein darum, an die Ölreserven Venezuelas ranzukommen.“