Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Nur gut ein Drittel der nagelneuen Puma-Panzer einsatzbereit

Merkur

Von den 97 im Jahr 2017 an die Truppe ausgelieferten Exemplaren fünf wichtiger Hauptwaffensysteme konnten nach einer Aufstellung des Verteidigungsministeriums zum Stichtag 25. Oktober nur 38 genutzt werden. Das entspricht einer Quote von 39 Prozent. Ziel der Bundeswehr ist es, 70 Prozent ihrer Waffensysteme für den Einsatz bereit zu halten.

Dem Ministerium machen vor allem das Transportflugzeug A400M und der Schützenpanzer Puma Sorgen. Hier sei die Qualität bei Auslieferung "weiterhin steigerungsfähig", heißt es in einer Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Tauber auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Matthias Höhn, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Hier sehen wir nach wie vor die Industrie in der Pflicht, die vereinbarten Leistungen schnellstmöglich zu erfüllen."

Von den 71 im vergangenen Jahr ausgelieferten Puma-Panzern sind 27 einsatzbereit, von den acht A400M die Hälfte. Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) räumte ein, dass es hier Nachbesserungsbedarf gebe. "Da wissen wir, dass es gewisse Mängel gibt", sagte sie. Es sei dennoch wichtig, dass die Waffensysteme schon da seien, um Training und Ausbildung zu ermöglichen. [...]

Die FDP-Verteidigungsexpertin Marie-Agnes Strack-Zimmermann sagte, die Quote bei der Einsatzbereitschaft neuer Geräte sei ein "Unding". "Es zeigt, dass die deutsche Industrie stark in der Pflicht steht", sagte sie.