Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Laschet sorgt mit TV-Auftritt für scharfe Kritik

Inzwischen schicken europäische Länder, auch Deutschland, Soldaten und Soldatinnen auf die Insel. Trumps Vorhaben wird auch von der grönländischen Regierung strikt abgelehnt. Steht eine Eskalation des Konflikts und ein möglicher Militäreinsatz der Amerikaner bevor?

Nun hat sich Armin Laschet, der frühere Kanzlerkandidat der CDU und Ministerpräsident von NRW, überraschend offen zu dem Thema geäußert. In der Fernseh-Talkshow „phoenix runde“ sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag am Mittwoch, die Fachpolitiker und Fachpolitikerinnen hätten im Bundestag bezüglich Grönland „alle Szenarien erörtert“. Sollte Trump die dänische Insel tatsächlich annektieren, seien Deutschland und Europa „relativ machtlos“, so Laschet. 

Dafür erntete er scharfe Kritik über Parteigrenzen hinweg. Die schärfsten Worte kamen jedoch von der FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann. „Laut Herrn Laschet kann man die Nato und die EU eigentlich begraben“, postete sie auf X und ergänzte spöttisch: „Gut, dass der Mann mit Außenpolitik nichts am Hut hat. Oh, Moment …“

Die Verlegung von Soldatinnen und Soldaten nach Grönland sei „genau die richtige europäische Initiative, um dem Weißen Haus unmissverständlich klarzumachen, dass wir an der Seite Grönlands beziehungsweise Dänemarks stehen“, erklärte Strack-Zimmermann außerdem gegenüber der „Rheinischen Post“.