INTERVIEW | Strack-Zimmermann zu Gesprächen über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine
Deutschlandfunk: Zunächst ein Blick auf die Gespräche in Oslo, an denen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyi, der amerikanische Unterhändler Steve Witkoff sowie unter anderem der finnische Präsident Alexander Stubb. Dieser sprach danach von einem Erfolg und sagte, der Prozess sei wieder auf Kurs. Würden Sie ihm zustimmen?
Strack-Zimmermann: Ich kenne noch keine Details. Ich finde es sehr klug von Selenskyi, in die nordischen Staaten zu reisen. Gerade Finnland mit einer über 1550km langen Grenze zu Russland, auch Norwegen hat eine lange Grenze zu Russland. Das sind Länder, die sich den Gefahren Russlands bewusst sind und sehr stabil an der Seite Selenskyis stehen. Witkoff reist heute nach Russland, um Details aus den Gesprächen zu präsentieren. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Ich glaube allerdings nicht, dass Wladimir Putin letztlich darauf eingehen wird, denn er hat immer wieder zu Verstehen gegeben, dass er die ganze Ukraine vereinnahmen will. Das würde für Europa bedeuten, dass Millionen von Ukrainern ihr Land verlassen, die sich nicht in russische Knechtschaft begeben werden.