Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

INTERVIEW | Strack-Zimmermann: "... und dann ist mir die Hutschnur geplatzt"

Frau Strack-Zimmermann, CDU-Chef und Kanzler Friedrich Merz hat Ihre Partei kürzlich für tot erklärt. Spüren Sie noch Lebenszeichen?

Mein Kreislauf ist intakt, der meiner Partei auch. Das hat man spätestens in der Bundesvorstandssitzung am Montag gemerkt, als wir über vier Stunden getagt haben. Aber richtig ist auch: Die Lage der FDP war schon vor den zwei verlorenen Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dramatisch, jetzt ist sie es erst recht.

Wie überrascht waren Sie über die Ansage von Parteichef Christian Dürr nach den Sitzungen der Parteigremien am Montag, dass er sich wieder für das Amt des Vorsitzenden bewerben möchte?

Viele von uns waren darüber überrascht, weil man im Vorfeld einen anderen Eindruck hatte. Der geordnete Rückzug des gesamten Bundesvorstands war ein Weg, Christian Dürr einen Abgang mit Respekt zu verschaffen. Aber natürlich ist es möglich, dass er auch nach diesem Misstrauensvotum auf dem Parteitag antritt und die Delegierten entscheiden lässt.