INTERVIEW | Strack-Zimmermann – Kubicki musste Frust "irgendwo rauslassen"
Bild: Christopher Altenhof
Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann trat auf dem FDP-Parteitag kurzfristig gegen Wolfgang Kubicki an. Knapp verlor sie die Wahl um den Parteivorsitz. Im Handelsblatt spricht Strack-Zimmermann über ihr Verhältnis zum neuen FDP-Vorsitzenden.
Dass Kubicki ihr nach der Wahl zurief: „Jetzt weißt du, wo der Hammer hängt“, nehme sie ihm nicht übel. „Dieser Spruch hätte auch von mir kommen können. Er ist ja ein Synonym dafür, dass man vor einer anspruchsvollen Etappe steht“, sagt sie. „Kubicki war nachvollziehbarerweise stinksauer und musste das irgendwo herauslassen.“
Der Machtkampf um den FDP-Parteivorsitz ist entschieden, die Richtungsdebatte nicht. Ihre Partei warnt Strack-Zimmermann vor einem Rechtsruck. „Liberalismus definiert sich nicht dadurch, dass man irgendeinen Raum rechts der Mitte besetzt. Liberalismus ist attraktiv, wenn er eigene Antworten gibt und immer für die Freiheit in Verantwortung steht“, sagt sie. Eine Brandmauer-Debatte halte sie dennoch für „überflüssig“.
Im Interview erklärt die 68-Jährige, weshalb sie sich kurzfristig für die Kampfkandidatur entschied und welchen Weg die Partei gehen muss, um wieder Wählerinnen und Wähler zu überzeugen.