INTERVIEW | Strack-Zimmermann: Die EU muss stärker handeln gegen den Iran
Weil die Sicherheitskräfte im Iran mit großer Brutalität gegen Demonstrierede vorgegangen sind, plant die EU neue Maßnahmen. Es wird ein Sanktionspaket der Kommission in der kommenden Woche erwartet. Im Interview erklärt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung, was das härtere Vorgehen im Fall Iran genau heißt. Ein härteres Vorgehen bedeute, dass man Visa entziehen müsse, dass die irnischen Revolutionsgarden endlich auf die EU-Terrorliste gehörten, dass die Botschafter des Iran in den EU-Mitgliedsländern nicht nur einbestellt, sondern des Landes verwiesen werden müssten. Außerdem müsse die wirtschafltiche Zusammenarbeit mit dem Iran eingestellt werden. Strack-Zimmermann weiß, dass das zu Diskussionen führen werde, denn der Iran ist ein großer Handelspartner. Man müsse aber diejenigen sanktionieren, die zum Regime gehörten. Uns müsse klar sein: „Was dort passiert ist ein furchtbares Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“