EU rückt offenbar Putins Schattenflotte in den Fokus: "Ich glaube, dass das Kind beim Namen genannt werden muss, dass Russland dahintersteckt."
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle Anfang August hat die Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bisher niemanden offiziell als Drahtzieher beschuldigt. Übereinstimmenden Berichten zufolge werden heute Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Außenminister Johann Wadephul (CDU) einen russischen Geheimdienst als Urheber des versuchten Anschlags öffentlich verantwortlich machen.
Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, forderte, Russland klar als Drahtzieher des Anschlagsversuchs zu benennen. „Ich glaube, dass das Kind beim Namen genannt werden muss, dass Russland dahintersteckt“, sagte sie.
Man solle nicht mehr nur von „hybriden Angriffen“ sprechen, da es sich um „tatsächliche Angriffe“ handele. Die europäischen Partner schauten auf Deutschland und erwarteten Taten statt nur Worte. Als mögliche Reaktionen nannte sie neben einem Vorgehen gegen die Schattenflotte die erneute Prüfung russischer Vermögenswerte und weitere Sanktionen.