Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

EU-Politiker drängen auf Europol-Ermittlung im Epstein-Fall

Der Fall des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein soll nach dem Willen mehrerer Europaabgeordneter auch auf EU-Ebene untersucht werden. Die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, verlangte, dass neben der europäischen Polizeibehörde Europol auch die zuständigen EU-Geldwäschebehörden vorhandene Erkenntnisse „umgehend und systematisch auswerten“ und eng mit internationalen Partnern zusammenarbeiten. „Gerade grenzüberschreitende Netzwerke lassen sich nur gemeinsam wirksam aufklären“, sagte sie dem Handelsblatt. 

Das Justizministerium in Washington hatte kürzlich mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Epstein-Skandal veröffentlicht, darunter E-Mails, Fotos und Videos. Darin erscheinen die Namen zahlreicher bekannter Persönlichkeiten. In der Folge sind ehemalige europäische Regierungsvertreter wegen finanzieller Verflechtungen mit dem Sexualstraftäter ins Visier der Behörden geraten.

Strack-Zimmermann sagte, schon die bisherigen Epstein-Enthüllungen „werfen schwerwiegende Fragen auf, die nicht an kontinentalen und nationalen Grenzen haltmachen dürfen“. Sollten politische Entscheider, wirtschaftliche Akteure oder Finanzströme durch Kompromittierung und Erpressung beeinflusst worden sein, sei das „ein sicherheitspolitisches Problem auch für Europa“.

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