Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Rechtes Netzwerk in der Bundeswehr: Opposition drängt Regierung zur Aufklärung

Deutschlandfunk

Nicht nur Medien berichteten zaghaft über die Recherche, es bleiben bislang auch Reaktionen von Spitzenpolitikern wie den zuständigen Ministerin aus. Nach Einschätzung der FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann scheinen rechte Netzwerke vielen Menschen fälschlicherweise noch als unwirklich.

Sie halte die Rechercheergebnisse aber für glaubhaft, auch wegen der vielen Details. „Es wird Zeit, dass wir diese Problematik, dass es Verfassungsfeinde auch innerhalb von Behörden und staatlichen Organisationen gibt, ernst nehmen“, teilte sie auf Deutschlandfunk-Anfrage mit. 

Die stellvertretende FDP-Vorsitzende kritisierte weiter, bei der Problematik werde die Verantwortung intern immer wieder hin und her geschoben zwischen Innen- und Verteidigungsministerium und dem MAD, dem Verfassungsschutz und der Generalbundesanwaltschaft. Die Diskussion über rechte Netzwerke in der Bundeswehr gehöre in die Öffentlichkeit und damit in den Deutschen Bundestag.