Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

"Berater-Affäre – es bleiben Fragen"

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Symbolbild via pexels.com

"Nun ist die Frage: Hat sich die Mühe gelohnt? Das hängt von den anfangs in den Ausschuss gesteckten Erwartungen ab. Wer gehofft hatte, dass irgendjemand strafrechtlich belangt werden würde, dürfte wohl enttäuscht werden. 'Wir sind kein Gericht', sagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, FDP-Obfrau im Ausschuss. [...]

Was die hochdotierten Berater im Verteidigungsministerium betrifft, so hat der Ausschuss im abgelaufenen Jahr das Geflecht persönlicher Beziehungen ziemlich präzise ausgeleuchtet. Er hat auch zutage gefördert, welcher Auftrag gegen teilweise absurde Summen wann an wen vergeben wurde. Doch das Gremium tat sich schwer, in jedem Fall eindeutig zu klären, wer für welchen Schritt persönlich verantwortlich war. 'Ich habe es noch nie erlebt, dass bei 41 Zeugen ungefähr 38 schweren Gedächtnisschwund haben. Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man sagen: Das muss ein Virus sein, der hier durch den Bundestag geht', beklagt Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Insbesondere die als Schlüsselzeugin gehandelte Katrin Suder, die ehemalige Rüstungs-Staatssekretärin, frustrierte die Abgeordneten mit ihrem Standardsatz: 'Daran habe ich keine Erinnerung.'"

Artikel von Kai Küstner