Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann

Mehr als 3.000 Düsseldorfer bieten ihre Wohnungen auf „Airbnb“ zur Miete an

Antenne Düsseldorf

Viele Düsseldorfer bieten ihre Wohnungen oder auch einzelne Zimmer über die Vermittlungsplattform „Airbnb“ an. Sie gibt es jetzt schon seit 10 Jahren. Laut Informationen des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes „DeHoGa“ sind es in Düsseldorf über 3.000 Wohnungen. Nach den Zahlen, die dem DeHoGa vorliegen, haben die Airbnb-Anbieter in Düsseldorfer letztes Jahr knapp 80.000 Mal Gäste in Empfang genommen. Die meisten Touristen reisen zu zweit an und bleiben im Schnitt 3 bis 4 Nächte. Gerade einmal 1 Prozent bleibt länger als einen Monat in der Stadt. Teilweise sei das Airbnb-Angebot mit denen von Hotels vergleichbar. Die Auflagen für Hotels seien hoch. Man müsse sich an Brandschutzverordnungen und Hygienebestimmungen halten. Für Airbnb-Angebote sollten daher die gleichen Anforderungen gelten, fordert der DeHoGa.

Von Seiten der Politik kommt auch immer wieder Kritik an dem Angebot. Kritisiert wird vor allem, dass viele Unterkünfte quasi das ganze Jahr durchgängig angeboten werden. Und das obwohl Düsseldorf ohnehin mit Wohnungsmangel stark zu kämpfen hat. Die SPD forderte in der Vergangenheit deshalb eine Meldepflicht der Privatanbieter in Düsseldorf. Wir haben mit der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der FDP Marie-Agnes Strack-Zimmermann gesprochen. Sie ist gegen eine solche Verordnung, weil Studenten ihr Zimmer in diesem Fall nicht mehr untervermieten könnten, wenn sie eine Weile zum Beispiel ins Ausland gehen. Wer ausschließlich aus gewerblichem Interesse vermietet, der sollte das auch so anmelden, sagt Strack-Zimmermann. In anderen Städten, wie zum Beispiel in München oder Hamburg wird das Airbnb-Angebot bereits durch spezielle Verordnungen reguliert. Auch für Düsseldorf war eine solche Verordnung vorgesehen. Sie hatte im Stadtrat aber keine Mehrheit erreicht.