Kommunalpolitische Antragsvorlage: Englisch als Verwaltungssprache

Auf dem letzten Bundesparteitag haben die Freien Demokraten gemeinsam neben dem Leitantrag "Mehr Chancen durch mehr Freiheit: Projekte für eine Republik der Chancen" unter anderem auch den Antrag "Für ein weltoffenes Deutschland. Die Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik der Freien Demokraten“ beschlossen. Letzterer ist für die Arbeit in den Kommunen und für das Gelingen einer menschenwürdigen Flüchtlingspolitik von großer Bedeutung. 


In diesem Antrag ist unter anderem die von der FDP Düsseldorf initiierte Absicht aufgeführt, Englisch -  neben der Amtssprache Deutsch -  als weitere Verwaltungssprache einzuführen. Die Düsseldorfer Ratsfraktion hat vor Wochen bereits einen entsprechenden Antrag vorbereitet. Letzten Donnerstag ist er nun im Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf eingebracht und mit der Mehrheit der Ampel-Partner angenommen worden. 

Dies ist ein erfreuliches Signal, zeigt es doch, dass wir als Freie Demokraten all die Menschen, die in unserem Land und damit in unseren Kommunen ankommen, willkommen heißen und ihnen das Leben, bevor sie Deutsch lernen, wesentlich erleichtern. 

Im Anhang stelle ich Ihnen diesen Antrag gerne zur Verfügung, wissend, dass ein solcher nicht in jeder Kommune eingebracht werden kann. Trotzdem hoffe ich, dass Sie in Ihrer Stadt oder Gemeinde einen ähnlichen Vorstoß wagen können. 

Sollten Sie Fragen dazu haben, können Sie mich gerne hier kontaktieren.

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Antragsvorlage: Englisch als Verwaltungssprache
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Kommentare: 11
  • #1

    Marwin Roth (Dienstag, 02 Juni 2015)

    Ich halte diesen politischen Vorstoß für einen ausgemachten Fehler.:
    Die Amtssprache ist deutsch und muß es bleiben.
    1)Sprache ist das wichtigste Kulturgut einer Nation. Die deutsche Sprache wird leider seid Jahrzehnten mit Anglizismen verwässert und verballhornt. Die Sprachkultur ist eine der wesentlichen Pfeiler der Identitität einer deutschen gewachsenen Kultur im sich näher zusammenrückenden Europa. Sollen die Menschen zum Lernen und Verstehen der Literatur (auch historische Literatur) künftig ein Wörterbuch benutzen, weil die deutsche Sprache noch weiter verwässert wird?
    2) Diese Einführung würde in der Verwaltung dazu führen, dass die Bearbeitung von Anfragen mangels perfekter Sprachkenntnis der Englischen Sprache deutlich fehlerbehafteter sein würde, länger dauern würde, eine gerichtliche Überprüfung von Verwaltungsakten ebenfalls länger dauern würde abgesehen von stets vorkommenden Interpretationsfehlern, weil Gesetzeswortlaut und Entscheidungen dann nicht mehr stets kongruent sind.
    3) Die weitere Verdrängung der deutschen Sprache und Förderung, dass jedermann in Wort und Schrift englisch beherrschen müsste, weil er Gefahr läuft, "offizielle" Verwaltungsanweisungen nicht mehr zu verstehen, würde noch wesentlich tiefere Gräben zwischen den Bildungsärmeren und Eliten schaffen, da man nicht mehr in gleicher Sprache zwangsläufig kommuniziert.
    Wer in Deutschland lebt und Geschäfte macht ,soll im Umgang mit Behörden und Gerichten sich der deutschen Muttersprache bedienen.

  • #2

    Peter Triller (Dienstag, 02 Juni 2015 21:43)

    Allmählich schlägt diese naive Willkommenskultur ins Groteske um. Wer in dieses Land kommt, wird das hoffentlich aus gutem Grund tun. Vermutlich weil er hier ohne vorherige Vorleistung eine relativ intakte Infrastruktur vorfindet, gute Arbeitsmöglichkeiten und friedliche Verhältnisse. Es ist nicht zu viel verlangt, dass diese Menschen deutsch lernen. Dem Vorredner ist deshalb vollständig zuzustimmen. Diese Unterwerfungskultur geht mir wirklich zu viel.

  • #3

    Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Dienstag, 02 Juni 2015 23:02)

    Werte Herren,

    erstens geht es hier nicht nur um Kriegsflüchtlinge und Asylsuchende, sondern gerade in einer Stadt wie Düsseldorf auch um Menschen, die hierherkommen, weil Sie es aus beruflichen Gründen müssen und/oder prüfen möchten, ob Sie hier bleiben wollen. Diese Gruppe von Zuwanderern zahlt z. Tl. hohe Steuern, lebt also nicht auf Kosten des Staates, nutzt also auch nicht umsonst irgendwelche Infrastrukturen und ist natürlich auch gewillt, sich zu integrieren und im Falle eines Bleibens die deutsche Sprache zu lernen. Da ist es nicht zuviel verlangt, Ihnen den Ganz zu den berüchtigten deutschen Ämtern zu erleichtern. Dieser Prozess steht ja leider immer zu Beginn einer Einwanderung, aus welchem Grund auch immer. Diesen Menschen den Start durch ein mehrsprachiges Angebot zu erleichtern, ist das Mindeste, was eine weltoffene Stadt anbieten kann. Ebenso selbstverständlich ist es, dass diese Menschen, sofern Sie bleiben, auch die hiesige Sprache erlernen.

    Gleichzeitig gilt dies auch für Kriegsflüchtlinge und Asylsuchende. Diese Menschen kommen nicht ohne Grund hierher, werden verfolgt oder bedroht. Die Argumentation, dass diese Menschen sich hierauf erst einmal vorbereiten können, fällt bei einer Flucht logischerweise weg. Da, wie bereits gesagt, Behördengänge immer am Anfang stehen, macht es diese Mehrsprachigkeit diesen Menschen im Gegenteil viel leichter, sich zu integrieren, um im Nachgang auch die deutsche Sprache lernen zu können, nachdem die Formalia abgearbeitet wurden. Oft vergisst man leider auch, dass diese Menschen in Ihrer Heimat aus einer sicheren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Existenz heraus flüchten mussten, also mitnichten Menschen sind, die es auf deutsche Staatsleistungen abgesehen haben. Ein sofortiger Zugang zum Arbeitsmarkt würde sicher einige weitere Probleme lösen.

    Diese Beschlusslage wieder einmal mit dem Untergang der deutschen Sprache und deutschen Gesellschaft gleichzusetzen, ist geradezu grotesk. Wenn Sie sich die Mühe machen würden, den Antrag genau zu studieren, würden Sie sehen, dass nirgendwo davon die Rede ist, die deutsche Sprache als Amtssprache jemals zu ersetzen. Ganz im Gegenteil. Englisch dient allein der Ergänzung.

    Insofern bin ich über diese Beschlussfassung des Bundesparteitages sehr froh.

    Marie-Agnes Strack-Zimmermann

  • #4

    Christian Dahle (Mittwoch, 03 Juni 2015 01:01)

    Lieber Herr Triller und Herr Roth,

    Ich glaube, dass weder Frau Strack-Zimmermann noch ich euch in euren Zielen groß widersprechen würden. Es ist erstrebenswert, dass Ausländer, die langfristig in Deutschland leben, die deutsche Sprache erlernen.
    Ich hoffe auch, dass meine Kinder und Enkelkinder noch so gut deutsch verstehen, dass Sie ohne größere Probleme Schiller oder Goethe lesen können. Kurz: Ich würde mir wünschen, dass in einer globalen und internationalen Welt das unsere deutsche Sprache als Kulturgut erhalten bleibt.

    Nun gibt es jedoch aus meiner Sicht mindestens zwei Fragen, die wir bei ihrer Kritik berücksichtigen müssen:

    1. Steht es uns Liberalen gut zu Gesicht, dass wir die Mittel des Staates nutzen, um Veränderungen zu verhindern?
    Wenn es um den technischen Fortschritt geht, kritisieren wir genau diese Haltung doch bei den Grünen. Ich würde nun es nicht für sehr konsequent halten, wenn wir diese Haltung auf anderen Themengebiete selber einnehmen.

    2. Ist das Amt in Düsseldorf wirklich der Ort, wo die deutsche Sprache als Kulturgut verteidigt wird?
    Ich war noch nie in Düsseldorf bei den Behörden, aber in Göttingen ist dies sicherlich nicht der Fall.


    Schlussendlich sollte noch angemerkt werden, dass es eigentlich verwunderlich ist, dass überhaupt so ein Antrag gestellt werden muss. Wenn der Staat schon einer Behörde das Privileg des Monopol schenkt, halte ich es für das wenigste, dass diese Behörde einen Weg findet, wie Sie mit ihren Kunden kommunizieren kann. In einer internationalen Stadt wie Düsseldorf sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass mindestens ein Mitarbeiter Englisch sprechen kann.

  • #5

    Herbert Mueller (Mittwoch, 03 Juni 2015 08:13)

    Englisch als Amtssprache festzulegen wäre ein Fehler. Wird doch heute schon viel zu viel Denglisch genutzt, deutsche Bezeichnungen und Wörter durch englische (Mode-)Worte ersetzt. Warum kann die öffentliche Verwaltung nicht auf freiwilliger Basis dafür sorgen dass ihre Mitarbeiter englisch lernen, vielleicht sogar während der Arbeitszeit?
    Nur weil ich beispielsweise internationale Konzerne betreue, muss mein Arbeitgeber nicht verpflichtend dies zur Unternehmenssprache machen. Sprache lernen, ja - Amtssprache, nein! Im Übrigen haben wir schon so viele Migranten im Land, da würde sich der Eine oder Andere sicher auch als Dolmetscher eignen. So ließen sich auch noch einige Arbeitplätze schaffen.

  • #6

    Michael G. Meyer (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:16)

    Werte Diskutanten,
    Zunächst muß man drei Dinge auseinanderhalten:
    1. Es handelt sich nicht um den Terminus Amtssprache sondern Verwaltungssprache - Deutsch bleibt aus naheliegenden Gründen juristisch maßgeblich, so wie das auch oft im diplomatischen oder auch wirtschaftlichen Leben üblich ist.
    2. Die Erstkontakte, die Menschen in z.B. einer Stadt mit unserer nicht immer einfachen Verwaltung und Verwaltungsorganisation inkl. Formulare haben (wer ehrlich ist, wird zugeben, daß das auch in Deutsch schon nicht unproblematisch ist und zu Rückfragern führt) und
    3. dem Anspruch, daß in Deutschland lebende auch die deutsche Sprache beherrschen sollten.

    Wir reden hier von ersteren und in ganz besonderer Weise von Willkommenskultur z.B. für Menschen, die als gut ausgebildete Fachkräfte in Deutschland permanent oder temporär als Ex-Patriates in Deutschland arbeiten möchten und die wir dringend brauchen (siehe wöchentlich erscheinende Studien diverser Institute zum Thema Bevölkerungs- und Fachkräfterückgang) Diese Menschen können sich die Länder und Städte aussuchen und sind sich dessen bewußt. Das ist knallharter Wettbewerb, den einige noch nicht richtig verstanden haben.
    Der Hintergrund zu dieser Initiative war eben nicht den Finger in die Luft zu strecken und dann aus Daffke mal einen Antrag zu stellen. Blöd sind wir ja nicht in Düsseldorf :-)))) Wir haben 50 Expatriates und Immigranten aus fast 30 Nationen zu einer Veranstaltung der Freien Demokraten eingeladen zum Thema Willkommenskultur und wir haben diesen Menschen zugehört. (Im übrigen eine interessante Zielgruppe für unsere Partei - mal drüber nachdenken!) Die haben dann über ihre Erfahrungen mit der Verwaltung und der englischen Sprache und der Willkommenskultur berichtet. Da wird man dann nämlich nachdenklich, insbesondere dann, wenn man mal auf andere schlaue Länder und Städte schaut im Ausland und was da passiert und wie weit die mit den Anwerbung unterstützenden Prozessen schon sind. Den gleichen Anspruch hat das für Erstkontakte aber auch für die Flüchtlinge. Wer heute bejammert, daß Englisch die im Geschäftsleben unverzichtbare Sprache ist, der muß leider in die Höhle des Neandertalers klettern und auf die Flintstones warten.
    Es ist halt so, daß in vielen Unternehmen Englisch erste oder zweite Unternehmenssprache ist. Und viele, die nach Deutschland kommen zur Erstverständigung auf ihre Englischkenntnisse zurückgreifen können,weil sie diese Sprache in der Schule gelernt haben. Das erleichtert doch das erste Einleben. Dies ganz pragmatisch zu berücksichtigen liegt auf der Hand. Philosophische Debatten sind hier fehl am Platze.
    Wer mal selber im Ausland in der Situation war mit Behörden zu kommunizieren zu einem Zeitpunkt, wo man die Landessprache noch nicht konnte,alternativ aber auf Englisch zurückgreifen konnte, wird mir sicher Recht geben.

  • #7

    Chris Pyak (Mittwoch, 03 Juni 2015 16:24)

    Es gibt kein besseres Argument als die Praxis: Trivago wirbt mit dem FDP Antrag, um neue Mitarbeiter:
    http://www.immigrantspirit.com/wp-content/uploads/2015/05/Trivago-Twitter-Englisch-Duesseldorf.jpg

    Der Antrag ist nicht aus einer Laune geboren, sondern entspricht den Anliegen von internationalen Fachkräften und Unternehmen.

    In den letzten sechs Monaten habe ich zahlreiche Treffen mit zwischen "Expatriates" und liberalen Politikern organisiert. Dabei wurde immer wieder von den Schwierigkeiten mit deutschen Behörden berichtet - und die Erwartung geäußert, dass ein modernes Land auch Englisch als Verwaltungssprache anbieten muss.

    Was die Fachkräfte nicht gesagt haben (dazu sind sie zu höflich) aber augenscheinlich dachten: "Was für Hinterwäldler arbeiten in eurer Verwaltung?"

    Unser aller Wohlstand gründet sich in internationaler Kooperation. Diese wird jedes Jahr wichtiger. Wenn wir unseren Geschäftspartnern, Investoren und internationalen Fachkräften ein Hindernis aus dem Weg räumen können: Dann sollten wir es tun.

    Die gleichen Vorteile wollen wir auch selbst nutzen: 3,5 Millionen Deutsche leben im Ausland. Für die Generationen X und Y ist es normal in Paris zu studieren, danach in Warschau und Rom zu arbeiten, später seine Kinder in Düsseldorf aufzuziehen - und seinen Lebensabend im sonnigen Barcelona zu verbringen.

    Als Europäer sollten wir unsere Rechte überall frei ausüben können: Ohne Einschränkungen durch die jeweilige lokale Sprache. Erst dann wird das Versprechen der Arbeitnehmerfreizügigkeit Wirklichkeit: "Take any job, anywhere".

  • #8

    Hinrich Schütt (Donnerstag, 04 Juni 2015 09:56)

    Erstens muss ich nicht jeden Wirtschaftsflüchtling willkommen heißen. Zweitens muss ich diesen nicht von vorne bis hinten "bepampern". Drittens soll der Zuwanderer, dem es hier nicht gefällt, halt nicht zuwandern. Viertens ist es wohl nicht zuviel verlangt, wenn als Zeichen der Integrationswilligkeit die deutsche Sprache beherrscht bzw. gelernt wird. Fünftens ist es widerlich, sich für die Forderungen 1. bis 4. bei vielen auch noch rechtfertigen zu müssen. Sechstens ist mir jeder p o l i t i s c h Verfolgte willkommen, steht ja auch so im GG.

  • #9

    Günter Wolf (Mittwoch, 10 Juni 2015 14:29)

    Ach, na ja, liebe Leute. Sicherlich ist es auf dem ersten Blick schon erstaunlich dass ausgerechnet in einem Land der größten Sprachgruppe in der EU – also wo Deutsch gesprochen wird – Englisch als ergänzende Verwaltungssprache eingeführt werden soll. Hat mich in der Tat verblüfft und ich dachte auch erst: „Was ist denn das für ein Nonsens. In Deutschland wird doch Deutsch gesprochen und nicht Englisch.“ Aber sowohl die Begründung von Frau Strack-Zimmermann, als auch die zugrundeliegende Absicht erhellt nicht nur den Sinn, sondern auch den Nutzen einer solchen Praxis, neben der offiziellen Amtsprache Deutsch auch eine ergänzende Verwaltungssprache Englisch zu verwenden.

    Englisch ist ja nicht von Ungefähr eine Weltsprache. Ohne jetzt eine kleine Abhandlung des Kolonialismus wiederzugeben, ist aber das Ergebnis, das Englisch in vielen Ländern nicht nur Amtssprache, sondern auch häufig neben weiteren EINE der offiziellen Amtsprache des jeweiligen Landes ist. Das ist praktisch und sinnvoll, weil eben in vielen Ländern der Welt diese relativ leicht zu erlernende Sprache zumindest gelehrt wird und infolgedessen auch von den Menschen verstanden und gesprochen werden kann. Was auch toll ist, weil das uns zum Beispiel die Kommunikation erleichtert, wenn wir in diesen Ländern Urlaub machen. Oder wie viele Deutsche können fließend Kisuaheli? Also, ich nicht, aber mit Englisch kam ich in Kenia gut über die Runden, denn die Einheimischen verstanden mich.

    Und daher ist es auch für Neuankömmlinge hier in Deutschland sicherlich einfacher, sich gerade mit Behördenformularen u.ä. auseinanderzusetzen, wenn sie in Englisch ebenfalls vorrätig sind. Der Vorschlag von Frau Strack-Zimmermann zielt ja nicht darauf ab, Deutsch als Amtssprache durch Englisch zu ersetzen. Es geht um ein Ergänzungsangebot. So wie Stadtverwaltungen und Touristeninformationen auch die Imagebroschüren und Stadtführer in der Regel nicht nur in Englisch, sondern häufig auch noch in Französisch, Polnisch, Italienisch, Spanisch und welche Sprache aufgrund von Partnerschaften noch so angezeigt sind, aufliegen haben. Gäste, die möglichst bald wieder verschwinden mögen, nachdem sie genügend Geld dagelassen haben, sollen uns verstehen und sich zurechtfinden können – wer aber bleiben will, dem will man es zumindest nicht einfacher machen? Polemisch, ich weiß, aber so manche Beiträge lassen durchaus solche Gedanken aufblitzen…

    Also, der deutsche Ureinwohner wird auch weiterhin in der ihm anerzogenen Muttersprache bei den Behörden Gehör finden. Und derjenige, der aus fremden Ländern zu uns gekommen ist, dem wird es etwas leichter gemacht, hier seinen Weg (auch bei den Behörden) zu gehen, weil wir ihm eine Kommunikationsbrücke bauen, die neben dem Verstehen auch das Zueinanderfinden erleichtert. Und wenn ich betrachte, dass diese Initiative nicht nur auf Migranten und Flüchtlinge zielt, sondern auch auf die Frauen und Männer mit ihren Familien, die nach Deutschland kommen, weil sie in multinationalen Konzernen beschäftigt sind.

    Ich halte nichts davon, Menschen, die aus anderen Ländern aus welchen Gründen auch immer nach Deutschland kommen und ggf. für längere Zeit oder immer hier leben wollen, zu unterstellen, dass sie die deutsche Sprache nicht erlernen wollen. Das ist Stammtischhuberei, wie ich sie nur von der Union kenne. Meine persönliche Erfahrung ist eine andere, so wie ich sie als Bundesvorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft (BDAF) sehr häufig mache. Selbst U.S.-Soldaten, die nur zeitlich hier in Deutschland stationiert sind, sind bemüht, Deutsch zu erlernen, um sich mit der Bevölkerung austauschen zu können. Und ich bei Familien von Managern oder Mitarbeitern, die bei großen Konzernen beschäftigt sind, erlebe ich das auch.

    Also, wo liegt die Angst begründet, die unterschwellig mitschwingt?

    Unsere FDP tritt für ein weltoffenes Deutschland ein. Dieser Vorschlag ist daher eine gute Sache, die genau das abbildet, wofür unsre Partei steht.

    Herzlicher Gruß
    Günter Wolf

  • #10

    Engelbert Einsleben (Donnerstag, 10 September 2015 10:58)

    Herr Müller auf der #5, warum benutzen Sie eigentlich so viele Fremdwörter? Vielleicht weil Ihnen diese Fremdworte so vertraut sind, dass sie für Sie schon "deutsche Wörter" sind?
    Dürfen dann nur noch Fremdworte, die Sie von Kindesbeinen an kennen, benutzt werden?

  • #11

    Franz Geff (Dienstag, 15 November 2016 12:13)

    Dear politicians,
    Thank you for your contributions to the internationalization of Duesseldorf. I myself have been living in the UK for some years and was always surprized how smoothly the communication went on while dealing with the public services. They even were able to speak some kind of understandable English. If I happen to be an Expat I would rather opt for being an Inpat in Britain or the US. Why choosing some fake English speaking cities in Germany if you can have the real thing? Apart from this argument wouldn't it be better to deepen tolerance (towards other ethnic groups, ideas) and Willkommenskultur in the hearts of normal citizens instead of introducing some makeshift administrative correctives which will play no major role in the very choice of highly qualified experts looking for a new job?
    Yours sincerly
    F. G.